Spende an die Familiennachsorgeklinik in Bernau

9. Januar 2019 / News

Am 19.12.2018 waren zwei Mitglieder aus der Schülervertretung (die Schülsprecher Ron C. Straßburg und Sophie-Charlott Troll) sowie der Vorsitzende des Fördervereins Jörg Spielmann in der
Nachsorgeklinik Berlin-Brandenburg, um eine Scheckübergabe mit einer Spende von 2000€ zu machen. Auf die Idee in die Nachsorgeklinik zu Spenden, kamen die Schüler aus der
Schülerversammlung, als es darum ging, für was wir unser erlaufenes Spendengeld des Jahres 2018 ausgeben sollen. Mindestens 30% des Spendengeldes sollen für karitative Zwecke genutzt werden. Ein Vorschlag war es, in die Nachsorgeklinik zu spenden, dafür hat sich dann auch die Mehrheit entschieden. Aberwas ist die Nachsorgeklinik überhaupt? Die Nachsorgeklinik in
Bernau bei Berlin ist eine gemeinnützige Rehabilitationsklinik fürherz- und krebskranke Kinder. Der Unterschied zu anderen Kliniken ist aber, dass sich diese Klinik nicht nur auf die betroffenen Kinder konzentriert, sondern auch auf ihre Familien.
So werden in der Nachsorgeklinik nicht nur die Kinder behandelt, sondern auch alle Familienmitglieder, ob Eltern oder Geschwister.
Sie ist eine von nur fünf Kliniken bundesweit, die nach dem Konzept der familienorientierten Rehabilitation (FOR) arbeiten – und sie ist die einzige ihrer Art in den neuen Bundesländern. Bei
dem Treffen zur Scheckübergabe wurden wir sehr herzlich empfangen und als uns dann klar gemacht worden ist, wofür diese besondere Klinik steht und mit wie viel Herzblut die Mitarbeiter
arbeiten, wurde uns bewusst, dass das Spendengeld von den Schülern des barnim-Gymnasiums bernau, hier nur in guten Händen liegen kann.

Sophie Troll

stellv.Schülersprecherin

 

 

 

Auf jeden Fall haben die Schüler des “bg”  viel schwitzen müssen, um die 2.000 Euro Spendengelder für die Familiennachsorgeklinik beim Spendenlauf zu Beginn des neuen Schuljahres zu “erarbeiten”

Auf einer Schülerkonferenz hatten die Schüler dann darüber abgestimmt, welche karritativen Zwecke in diesem Jahr unterstützt werden sollen und die Wahl viel auch auf die Familiennachsorgeklinik in Bernau.

Und so kam es dazu, dass Vertreter des Fördervereins und der Schüler, Ron Straßburg und Sophie Troll, in die Räumlichkeiten der Familiennachsorgeklinik eingeladen wurden, um sich noch genauer über die Arbeit der Einrichtung zu informieren und den Spendenscheck offiziell zu überreichen.

Frau Sandra Bandholz als Geschäftsführerin und Frau Wilke als Spendenbetreuerin empfingen uns sehr herzlich und führten uns in einen Gemeinschaftsraum, der früher einmal die Bibliothek von Willi Stoph und Erich Honecker enthielt, denn bis 1990 befand sich auf dem Geländer des Einrichtungskomplexes das Wohnviertel der Staats-und Parteiführung der DDR.

Bei Kaffee, Tee, selbstgebackenem, leckeren Stollen und Keksen wurden wir ausführlich darüber informiert, was die Arbeit der Kindernachsorgeklinik, aber eher der Familiennachsorgeklinik, denn so entspricht der Name am ehesten den Leistungen, die für die Eltern und Geschwister der oftmals schwerkranken Kinder bis 14 Jahren erbracht werden, aber natürlich auch für die Kranken selbst.

Einrichtungen dieser Art findet man eher selten und sie finanzieren sich überwiegend durch Spenden.

So ist es umso erfreulicher, dass sich ein Berliner Mäzen gefunden hat, der viele Millionen Euro zur Verfügung stellt, um in Straußberg bei Berlin ein völlig neues Gebäude für die Familiennachsorgeklinik entstehen zu lassen. Im Jahr 2020/2021 soll es soweit sein, dass man nach Straußberg umziehen kann und darauf freut man sich außerordentlich.

Auch danach ist man weiterhin  auf viele Spenden angewiesen, denn an der Therapieform und ihren Kosten ändert auch ein neues Gebäude nichts.

Wir hatten nach unserem Besuch ein sehr gutes Gefühl und bereuen es keinesfalls, Geld in diese Einrichtung gegeben zu haben.

09.01.2019

Jörg Spielmann